Interessantes über die für unser Weingut bedeutenden Rebsorten  
Das wichtigste und wertvollste Kapital des Winzers sind seine Reben und die Rebsorten welche auf Lage und Bodenbeschaffenheit abgestimmt sein müssen, um edle und harmonische Weine zu erzeugen. Zur Zeit stehen uns in der Pfalz rund 56 verschiedene klassifizierte Rebsorten von größerer oder kleinerer Bedeutung zur Auswahl. Klassifizierung bedeutet, daß für die jeweilige Sorte ein Eintrag beim Bundessortenamt besteht, und die Erlaubnis erteilt wurde, aus diesen Rebsorten, sofern das Mindestmostgewicht erreicht ist ( s. Öchsle ), Qualitätswein b. A. (bestimmter Anbaugebiete ) erzeugt werden darf.
In der nun folgenden Auflistung finden Sie die Rebsorten, welche nicht nur für unser Weingut, sondern für die gesamte Pfalz von besonderer Bedeutung sind. Zu allen Rebsorten finden Sie einen oder mehrere Weine oder Sekte auf unserer Weinkarte.
Die Rebsorten:  


Rotwein:


Dornfelder
Portugieser
Heroldrebe
Spätburgunder
Cabernet Dorsa

 


Weißwein:

Riesling
Chardonnay
Grauer Burgunder
Weißer Burgunder
Grüner Silvaner
Müller-Thurgau
Huxelrebe
Kerner
Scheurebe
Morio-Muskat

Die Rotweinsorten:  


Dornfelder:

Herkunft:
Staatliche Lehr- und Forschungsanstalt für Weinbau und Obstbau, Weinsberg Sortenschutz 1979; klassifiziert 1981.


Kreuzung:
Helfensteiner x Heroldrebe,

Name:
Die Bezeichnung geht auf den Kameralverwalter Imanuel Dornfeld
( 1796-1869 ) zurück, welcher im vorigen Jahrhundert erste Anregungen zur Gründung einer Weinbauschule in Würtemberg gab.

Züchter:
OLR A. Herold, Züchtungsjahr 1955

Synonyme:
Zuchtnummer WS 341

Anbauwert:
Der Dornfelder gehört zu den wichtigsten und wertvollsten Rotwein Neuzüchtungen und erfreut sich einer immer noch wachsenden Beliebtheit. Kaum eine andere Rebsorte hat einen vergleichbaren Siegeszug hinter sich, was den stets wachsenden Flächenanteil betrifft. Mit dieser Sorte ist es möglich, bei geringen Erträgen eventuell mit Einsatz des Barriques, international konkurrenzfähige Rotweine zu erzeugen. Vorteil: Dornfelder kann auch schon jung gut getrunken werden.

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Portugieser:

Herkunft:
Nach österreichischer †berlieferung 1772 von Freiherr von Fries von Oporto nach Österreich ( Baden, Bad Vöslau ) gebracht. Um 1840 von Johann Philipp Bronner
( 1792-1864 ) von dort übernommen. Gelangte um 1860 in die Pfalz und verdrängte nun weitgehend die alten früher gepflanzten Sorten

Kreuzung:
alte " Stammsorte "

Name:
Name deutet wie Oporto auf die Herkunft aus Portugal hin.

Synonyme:
Oporto, Blauer Portugieser, Badner, Blaue Felsentraube, Portugais Bleu

Anbauwert:
Die Rebsorte eignet sich als zuverlässiger Lieferant für einfache unkomplizierte Tischweine. Die Weine sind überwiegend in QbA - Qualität und bestechen durch ihre frische Art. Die Farbe ist meist hell bis karminrot, bei später Lese erinnert der Portugieser an einen milden Spätburgunder.

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Heroldrebe:

Herkunft:
Staatliche Lehr- und Forschungsanstalt für Weinbau und Obstbau, Weinsberg Sortenschutz und Eintragung in die Sortenliste; klassifiziert 1960.

Kreuzung:
Portugieser x Limberger Zuchtnummer We S 130

Name:
Benannt nach dem Züchter

Züchter:
OLR A. Herold , Züchtungsjahr 1929

Synonyme:
Zuchtnummer We S 130

Anbauwert:
Eine eher seltene Rebsorte ( 180 ha in der Pfalz ) welche in unserem Weingut als Spezialsorte zur Gewinnung von hochwertigen Weissherbst (weiss gekeltert ) zum Einsatz kommt. Der Weinberg wurde 1979 gepflanzt, bringt mittlere Erträge dafür gute Qualität.

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Spätburgunder:

Herkunft:
Die Burgunderfamilie gehört wohl zu den frühesten aus Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Sein Weg nach Europa ist mit der Verbreitung der Rebkultur durch Phönizier, Griechen und Römer verbunden. Der Anbau des Spätburgunders in Burgund kann bis in das 4. Jh. zurückverfolgt werden. Karl der Dicke brachte die Sorte 884 nach Bodman am Bodensee. Im 13. Jh. wurde erstmals Klebroth im Rheingau gepflanzt. Bronner beschreibt die Übertragung der Sorte an die Ahr im 18. Jh. Einen Aufschwung erfuhr der Spätburgunder vor 150 Jahren beim Ausweiten der Sektproduktion.

Kreuzung:
Keine Kreuzung

Name:
Vermutlich auf Burgund beruhend

Züchter:
Kein Züchter ( ausgelesen aus Wildreben )

Synonyme:
Blauer Spätburgunder, Pinot Noir, Klevner, Pinot Franc noir, Klebrot

Anbauwert:
Für gute Lagen auch heute noch die " edelste " Rotweinsorte. Sehr vielseitig einsetzbar, vor allem auch als Sektgrundwein.

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Cabernet Dorsa:

Herkunft:
Staatliche Lehr- und Forschungsanstalt für Weinbau und Obstbau, Weinsberg Kreuzungsjahr 1971 Sortenschutz und Zulassung: 13. Feb. 1998 Ist im Moment noch nicht klassifiziert.

Kreuzung:
Dornfelder x Cabernet sauvignon WE 71- 817- 92

Name:
Benannt nach den gekreuzten Rebsorten

Züchter:
nicht bekant ?

Synonyme:
keine

Anbauwert:
Für uns stellt diese Sorte eine interessante Herausforderung dar, vereint sie doch den Charakter zweier wichtigen Rebsorten. Da diese Sorte im Moment noch keine Klassifikation besitzt, d. h.die Reben sind noch nicht frei erhältlich, haben wir einen Anbauvertrag zur Eignungsprüfung mit der Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg unter Mithilfe der Lehr- und Forschungsanstalt Neustadt abgeschlossen. Dies bedeutet, daß wir, das Weingut Kreutzenberger die Erlaubnis haben 1000 Rebstöcke in einem Weinberg der Lage Bockenheimer Sonnenberg zu pflanzen. Verglichen wird der Cabernet Dorsa dann mit Dornfelder von welchem wir ebenfalls fast 500 Reben am gleichen Standort pflanzen. Pflanzung soll im Mai 2001 erfolgen. Es wird spannend und wir werden Sie auf dem laufenden halten.


Die Weißweinsorten  


Riesling:

Herkunft:
Nach Ansicht vieler Ampelographen wurde die Sorte aus Wildreben des ( pfälzischen ) Auwaldes ausgelesen. Dafür sprechen die frühe Verbreitung des Rieslings und der Wildreben, aber auch Sorteneigenschaften wie Wuchs, Trauben-, Beerengröße, Reife und Frostfestigkeit. Möglich wäre die Mutationsreihe Blauer- Roter- Weißer Riesling. Sichere Angaben erst im frühen 15. Jh. Gehörte im 17. Jh. Und 18. Jh. zu den von den Landesherren empfohlenen Sorten ( Bischöfe zu Speyer, Kurfürsten der Pfalz, Grafen von Leiningen.

Kreuzung:
keine

Name:
ungeklärt, Ableitung von Verrieseln ( der Blüte ), oder reißender Säure wird diskutiert.

Züchter:
keine Angaben

Synonyme:
Rheinriesling, Johannisberger in versch. Sprachen, Klingelberger Weißer Riesling, Gentile aromatique ( Frankreich ) Achtung: Welschriesling und Schwarzriesling haben nichts mit Riesling zu tun !

Anbauwert:
Der Riesling hat einen sehr hohen Anbauwert und muß, um zur Vollreife zu gelangen, in den besten Lagen sitzen. Mit dieser Sorte ist es möglich sämtliche Qualitätsstufen bis hin zum Eiswein zu erreichen. Die Weine sind erfrischend und i. d. R. von langer Haltbarkeit. Dem Riesling gehört rund 20 % der deutschen Rebfläche, er ist somit die am meist angebaute Rebsorte! Auch für die Herstellung von Winzersekt ist die Sorte unverzichtbar.

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Chardonnay:

Herkunft:
Möglicherweise wurde der Chardonnay von den Kreuzfahrern vom Libanon nach Burgund bebracht und von den Zisterziensern verbreitet. In Beschreibungen häufig mit Weißen Burgunder, Auxerrois und Morillon verwechselt. Im Jahre 1991 wurde die Rebsorte in die Liste der zugelassenen Sorten Deutschlands aufgenommen.

Kreuzung:
keine Kreuzung sondern eine weiße Mutation aus der Burgunderfamilie

Name:
Chardonnay 1872 in Lyon vergeben, nach einem gleichnamigen Ort in Burgund.
(nördlich von Macon und unweit von Tournus.)

Züchter:
keine Angaben

Synonyme:
Pinot Chardonnay

Anbauwert:
Die Rebsorte stellt höchste Ansprüche an die Lage und nur mit kurzem Anschnitt und gegebenfalls Ausdünnen der Trauben lassen sich Spitzenweine erzeugen. Deutschlandweit gibt es nur eine geringe Anbaufläche, steigt aber jährlich! Für unser Weingut stellt die Rebsorte eine absolute Bereicherung des Angebotes dar, denn der Chardonnay hat sich seinen Platz im " Spitzenbereich " fest gesichert Ist leider meist noch im Jahr der Abfüllung ausverkauft. Den Weinen wird im allgemeinen eine gute Lagerfähigkeit bescheinigt

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Grauer Burgunder:

Herkunft:
Die Heimat des Grauen Burgunders dürfte in der Schweiz zu suchen sein. Ungarn soll ihn 1375 von Kaiser Karl IV erhalten haben, von dort wurde die Sorte von Lazerus von Schwendi vom Plattensee ins Elsaß und an den Kaiser- stuhl gepflanzt. In Deutschland gab ein Kaufmann namens Johann Seger Ruland aus Speyer um 1711 den Anstoß zu seiner Verbreitung. Ruland entdeckte ihn in einem verödeten Garten und vermehrte ihn schnell, nachdem er seinen Wert erkannt hatte.

Kreuzung:
keine Kreuzung, sondern grautraubige Mutation der Burgunderfamilie.

Name:
Der Name deutet auf die " graue Mutation " der Burgunderfamilie hin. der früher gebräuchliche Namen " Ruländer " weist auf seinen Vermehrer J. Seeger Ruland hin

Züchter:
Keine Angaben


Synonyme:
Ruländer, Grauburgunder, Grauclevener, Tokayer, Malvoisie, Pinot gris, Pinot grigio

Anbauwert:
der Anbauwert ist als sehr hoch zu bewerten, da er sich einen festen Platz unter den Spitzenweinen erobert hat. Passt auch sehr gut ins Sortenspektrum der Pfalz. Erfreut sich steigender Beliebtheit und wird in vielen Ländern Europas angebaut.

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Weißer Burgunder:

Herkunft:
Nach Schenk lässt sich der Weiße Burgunder bis ins 16. Jh. Zurückverfolgen. Im 17. Jh. fand er Eingang in die Weinberge von Burgund und von dort erfolgte eine Verbreitung in viele andere europäische Weinbaugebiete wie zum Beispiel auch die Pfalz.

Kreuzung:
Keine Kreuzung sondern durch Mutation aus dem grauen Burgunder entstanden.

Name:
1874 von einer ampelographischen Kommission eingeführt um die Verwandschaft zur Burgunderfamilie zu manifestieren und nicht, wie früher angenommen, die Verwandschaft zum Chardonnay

Züchter:
keine Angaben

Synonyme:
Weißburgunder, Weißer Clevner, Pinot blanc, Auvernat, Morillon blanc, Pinot bianco

Anbauwert:
recht hoch, anspruchsvolle Sorte, welche gerade dem Bedarf nach trockenen Weinen entgegen kommt. Ideale Sorte als Grundwein für hochwertigen Sekt.

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Grüner Silvaner

Herkunft:
Nach Ansicht verschiedener Weinhistoriker aus Wildreben der Donau ausgelesen. Transsylvanien wegen der Winterfrostempfindlichkeit sehr unwahrscheinlich. Namensableitung möglich. Sorte 1665 von Abt Albrich Degen in die Abtei Ebrach ( Steigerwald ) eingeführt. Kam möglicherweise über den Bischof von Speyer in die Pfalz, da die im damaligen Herrschaftsgebiet lebenden katholischen Winzer die Sorte als " Franken " bezeichneten. Die evangelischen Winzer der leiningischen Gebiete ( also bei uns ) nannten ihn …sterreicher. Nach 1840 verdrängte er den Elbling an der Mittelhaardt und war im Jahre 1950 die wichtigste Rebsorte in Deutschland und der Pfalz mit über 50 % Anbaufläche!

Kreuzung:
keine Angaben

Name:
Die Bezeichnung Silvaner soll von Silvanus stammen ( lat. Silva = Wald ) oder auf Transsylvanien zurückgeführt werden.

Züchter:
keine Angaben

Synonyme:
Grüner Silvaner, Silvaner, Sylvaner, Franken, …sterreicher, Frankenriesling, Silvania, Silvaner bianco, Grüner Zierfandl, Johannisberger, Picardon blanc

Anbauwert:
Der Silvaner hat in den letzten Jahren wieder flächenmäßig zugenommen und somit als traditionelle Rebsorte an Bedeutung gewonnen. Gehört eigentlich ins Standardsortiment eines Weingutes. Einer unserer ältesten Weinberge ist ein Silvaner ( Pflanzjahr 1963 ) und bringt bei mittlerweile altersschwach bedingten geringen Erträgen ganz außerordentliche Weine hervor.

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Müller - Thurgau

Herkunft:
Professor Hermann Müller aus Thurgau in der Schweiz kreuzte die Sorte
im Jahre 1882.

Kreuzung:
Riesling X Gutedel nicht wie bis vor wenigen Jahren noch angenommen Riesling x Silvaner!! Dr. F Regner aus Klosterneubug
( …sterreich ) hat dies mit Hilfe der Genanalyse nun endlich geklärt, nachdem sich Jahrzehnte die Fachwelt in dieser Frage uneinig war.

Name:
benannt nach dem Züchter

Züchter:
Prof. H. Müller

Synonyme:
Rivaner, Riesling x Silvaner

Anbauwert:
Als einfacher unkomplizierter Wein für jeden Tag ist diese Sorte von unbestrittenem Wert. Aber richtig wertvoll wird die Sorte, wenn man kellertechnisch einige qualitätssteigernde Maßnahmen bei gesundem Lesegut einsetzt ( Mostvoklärung, gekühlte Gärung, gezielte Hefeauswahl ). Dann nämlich erhält man einen frucht- betonten, frischen Sommerwein, der gerade bei jüngeren Weinfreunden große Akzeptanz findet, den RIVANER - Typ!

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Huxelrebe:

Herkunft:
Landesanstalt für Rebzüchtung. Alzey

Kreuzung:
Weißer Gutedel x Courtillier musque`, Zuchtjahr 1927,
klassifiziert 1968

Name:
Der Name " Huxelrebe " erfolgte zu Ehren des Winzers Fritz Huxel aus Westhofen bei Worms ( ca. 15 km von Kindenheim entfernt ) der als erster Praktiker den besonderen Wert dieser Sorte erkannte und sie durch seine Anbauversuche bekannt machte.

Züchter:
Georg Scheu,

Synonyme:
keine

Anbauwert:
Zitat aus Taschenbuch der Rebsorten " Die Huxelrebe hat in den letzten Jahren eine gering zunehmende Verbreitung erfahren, weil sie sich gut vermarkten lässt und dem Spezialisten, der mit ihr umzugehen versteht, auch eine beachtliche Qualität bringt. Für qualitätsbewußte Weingüter stellt die Huxelrebe eine wertvolle Ergänzungssorte dar." Für mich persönlich gehört diese Sorte zu meinen " Lieblingen " denn sie ist in der Lage bei geringen Erträgen große und langlebige Weine hervorzubringen. Eine Spezialsorte die vorwiegend in der Pfalz und dem benachbarten Rheinhessen große Bedeutung hat.

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Kerner

Herkunft:
Staatliche Lehr- und Forschungsanstalt für Weinbau und Obstbau, Weinsberg Kreuzungsjahr 1929 Sortenschutz und Zulassung: 1969

Kreuzung:
Trollinger x Riesling Zuchtnummer We S 2530

Name:
Benannt nach dem Dichter und Weinfreund Justinus Kerner ( 1786 - 1864 ) der in Weinsberg als Oberamtsarzt lebte.

Züchter:
OLR August Herold ( 1902 - 1973 )

Synonyme:
anfangs noch als Weißer Herold bezeichnet.

Anbauwert:
Bringt fruchtbetonte an Riesling erinnernde Weine, daher vom Geschmack interressant. Bei später Lese können beachtliche Qualitäten erzielt werden. Versuchsanbau in allen Weinanbaugebieten der Erde, aber nirgens so verbreitet wie in der Pfalz und Rheinhessen.

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Scheurebe:

Herkunft:
Landesanstalt für Rebenzüchtung, Alzey früher: Hessische Rebenzuchtstation, Pfeddersheim bei Worms

Kreuzung:
Silvaner x Riesling Zuchtjahr 1916, klassifiziert 1956

Name:
benannt nach dem Züchter Georg Scheu der von 1909 - 1947 dem Weinbau diente Züchter: Georg Scheu

Synonyme:
Sämling 88 oder bei den Winzern früher auch kurz S 88 genannt

Anbauwert:
Anbau in Deutschland, …sterreich und sogar Kalifornien. Die Scheurebe kann als Spezialsorte für Flaschenweinvermarktende Qualitätsweingüter angesehen werden, sie bringt Weine mit einer an Riesling erinnernden Säure und in reifen Jahren einen typischen Ton, der nach schwarzen Johannisbeeren schmeckt. Durch die späte Reife ( vergleichbar mit Riesling ) eignet sich die Sorte ideal zur Herstellung von Eiswein, da die zur Lese für Eiswein vorgeschriebenen Temperaturen ( minus 7ˇC und kälter ) oftmals erst im November oder Dezember auftreten.

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Morio- Muskat:

Herkunft:
Bayerische Nebenstelle für Rebenzüchtung, Neustadt heute:
Geilweilerhof, Siebeldingen Pfalz


Kreuzung:
Silvaner x Weißer Burgunder

Name:
benannt nach dem Züchter Landwirtschaftsrat Peter Morio und wegen seines kräftigen Muskatgeschmacks den Beinamen " Muskat "

Züchter:
Landwirtschaftsrat Peter Morio, dem Langjährigen Leiter der Rebenzüchtung Synonyme: von den Winzern oftmals kurz " Morio " genannt

Anbauwert:
In der Zeit, als süße Bukettweine gefragt waren, hatte die Sorte eine große Bedeutung. Heute ist sie sehr in den Hintergrund getreten, hat aber immer noch einige " Fans ". Die Anbaufläche ist in den letzten Jahren drastisch zurückgenommen worden, was die allgemeine Beliebtheit deutlich wiederspiegelt.

Quellen:  

Taschenbuch der Rebsorten
Weinproben-Kompendium
Unterricht an der Landes- Lehr- und Forschungsanstalt
Ampelographie, Dr. Alfons Schropp
Weinbau, Dr. Fritz Schumann

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