Allgemeines Der „Prosecco“ ist im Gegensatz zu Wein (ca. 8000 Jahre) und Sekt bzw. Champagner (ca. 160 Jahre) ein relativ neues Erzeugnis aus Trauben. Genaugenommen (und in Deutschland wird dies sehr genaugenommen) ist Prosecco eine italienische Rebsorte, vorwiegend aus dem Valdobbiadene Weinanbaugebiet. Das bedeutet das der Begriff “ Prosecco “ für in Deutschland aus deutschen Weinen hergestellte Erzeugnisse verboten ist. Um aber dem Weinfreund die Wahl seines Getränkes zu erleichtern nennt man ihn hierzulande einfach „SECCO“, oder auch „Perlwein“ was den weinrechtlich korrekten Begriff wiederspiegelt.

Herstellung: Um einen guten „SECCO“ herzustellen ist es vorab unabdingbar beste Grundweine (Fach – begriff für Wein, welcher zur Cuvee` verwendet wird), zu erzeugen Bestens geeignet hierfür sind Rebsorten die ein ausgeprägt fruchtiges Aroma, aber auch eine erfrischende Säure aufweisen. Optimal gelten die Rebsorten: Kerner, Scheurebe, Huxelrebe Rivaner aber auch Riesling.

Alle diese Rebsorten befinden sich im Anbau auf eigenen Weinbergen, sodaß wir die Qualität der Trauben sowie den Ausbau der Jungweine selbst in der Hand haben. Ein entscheidender Schritt ist es dann im Frühjahr nach der Ernte die richtige Cuvee` des Grundweines zusammen zu stellen. Ähnlich wie bei der Sektbereitung wird dieser Schritt jedes Jahr aufs Neue unternommen – Rezepte hierfür gibt es nicht – alleine die Sensorik und Erfahrung des Winzers entscheidet. Diese Cuvee` wird nun in einen Drucktank eingelagert, und über mehrere Wochen unter Kälte mit “ endogener Kohlensäure “ versetzt. Man nennt diesen Vorgang in der Fachsprache „Imprägnieren“. Unter endogener Kohlensäure versteht man CO2 welches aus der Weinbereitung stammen muß. Am Ende der Imprägnierphase besitzt der SECCO nun einen CO2 – Druck von ca. 2,5 bar.

Nun kann er mit einem speziellen „Füller“ (Gegendruckabfüllanlage) auf Flaschen gefüllt werden. Einfache Secco werden oftmals mit einem Kronkorken oder auch Kunststoffdrehverschluß verschlossen. Die edelste und auch traditionelle Methode ist der Verschluß mit Naturkork und Spezialkordel. Diese Methode ist sehr aufwendig, auch die Spezialkordel muß innen einen Draht beinhalten, um den Druck auf den Korken abzufangen. (Bei Wärme! / Transport)
Achtung: Da der SECCO weniger CO2 Druck als Sekt besitzt (max. gesetzl. Obergrenze: 2,5 bar, Sekt mind. 2,5 bar), muß der Korken mithilfe eines Korkenziehers (nur ganz leicht ziehen), entfernt werden.